QmbS – Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen


Bereits im Schuljahr 2011/2012 wurden die ersten Grundsteine für die Bewerbung als QmbS-Schule (Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen in Bayern) gelegt. In einem umfangreichen Bewerbungsprozess konkurrierten mehrere Berufsschulen um den Status einer QmbS-Schule, welchen die Staatliche Berufsschule Schwabach seit dem Schuljahr 2012/2013 nun vorweisen kann.

Schulentwicklung wurde an der Berufsschule Schwabach schon immer mit sehr großem Erfolg praktiziert. QmbS knüpft nun an die bisherigen Erfolge an und ergänzt diese durch die Erfahrungen anderer Schulen, die schon längere Zeit mit QmbS arbeiten. Grundlage für dieses System ist das Schweizer Erfolgsmodell Q2E (Qualität durch Evaluation und Entwicklung). Sowohl Q2E als auch QmbS verfolgen das Ziel eines kontinuierlichen, systematischen und transparent gestalteten Qualitätsmanagementsystems, das das pädagogische und organisatorische Profil der Schule stärkt. Im Mittelpunkt steht die qualitative Weiterentwicklung der Schule zu Gunsten der Lernenden.


Um dies zu gewährleisten, wurde vom Bayerischen Landtag beschlossen, die Eigenverantwortung einer jeden Schule zu stärken. Daher soll ein individuelles Schulentwicklungsprogramm die Qualitätsarbeit der einzelnen Schulen erleichtern. Nach Art. 2 BayEUG sind in einem Schulentwicklungsprogramm alle kurz-und mittelfristigen Entwicklungsziele und Maßnahmen der Schulgemeinschaft festzuhalten, regelmäßig zu überprüfen sowie zu aktualisieren.

Um dies zu erreichen, wurden den Schulen zusätzliche Handlungsoptionen für eine stärkere Individualisierung der Bildungsangebote und Profilbildung eröffnet. Auf diesem Wege soll es den Schulen ermöglicht werden, auf die jeweils vor Ort vorherrschende schulische Situation passende, individuelle Maßnahmen zu finden und spezifisch reagieren zu können.

In Schuljahr 2015/2016 wurden daher auch an der Staatlichen Berufsschule Schwabach die bereits geleisteten Vorarbeiten in ein Schulentwicklungsprogramm zusammengeführt.
Ein Bestandteil unseres Schulentwicklungsprogramms ist zum einen das „Schulspezifische Qualitätsverständnis“, welches bereits im ersten Jahr der QmbS-Arbeit erstellt wurde. Seitdem wird es regelmäßig überarbeitet und an die sich jährlich ändernden Gegebenheiten angepasst. Neben dem Schulspezifischen Qualitätsverständnis zählt zudem das Schulprofil, welches die wesentlichen Daten und Fakten der Berufsschule zusammenfasst, zum Schulentwicklungsprogramm. Das Zieltableau, in dem alle Ziele der Berufsschule auf einen Blick aufgelistet werden, fließt ebenfalls mit ein. Abgerundet wird das Schulentwicklungsprogramm durch das Handlungsprogramm der Berufsschule. Hierbei werden den Zielen konkrete Maßnahmen und Projekte gegenübergestellt und Verantwortliche sowie Indikatoren der Zielerreichung genannt.

Des Weiteren wurde auch das so genannte „KESCH“-Programm überarbeitet und mit in das Schulentwicklungsprogramm aufgenommen. Kesch steht für Kooperation Erziehungspartner und Schule und ist ein Programm, das die Maßnahmen sowie Projekte zur Umsetzung und Gestaltung dieser Kooperationen dokumentiert. Im Kesch-Programm gibt es vier Qualitätsbereiche: Kommunikation, Kooperation, Mitsprache und Gemeinschaft. Zu jedem dieser Qualitätsbereiche wurden Ziele formuliert, die durch gezielte Maßnahmen erreicht werden können.

Neben dieser Hauptaufgabe der Erarbeitung eines Schulentwicklungsprogramms kam die Arbeit an den anderen QmbS-Bestandteilen nicht zu kurz. Das Kollegium konnte bereits zu Beginn des Schuljahres an einem pädagogischen Tag zeigen, dass die Qualitätsarbeit von allen Lehrkräften getragen wird. Vielen herzlichen Dank für Ihre engagierte Arbeit!

Stefanie Schaffer, Rebecca Dörrmann